Pressestimmen zu „Die Namenlose“ von Jagoda Marinic
Februar 4, 2008
Absolut in seinem poetischen Ernst, spartanisch in seinen Mitteln.
Marinic hat eine Menge Ingrimm und satirischen Witz und damit ein Buch
der Verzweiflung geschrieben, das schwarz ist wie eine Nacht im Gebirge
und ruhelos wie ein Tag in Berlin.“ Elke Schmitter, Spiegel, 08.10.2007
„So, indem die Geschichte sich zu einer Art Screwball-Komödie
entwickelt, fängt sie an, Spass zu machen. Und es könnte sein, dass
Jagoda Marinic mit ihren wunderbaren sprachlichen Mitteln ihre Figuren
demnächst aus der prekären Rolle der Prinzessin auf der Erbse
befreit.“ Martin Krumbholz, Neue Zürcher Zeitung, 27.09.2007
„Es ist erstaunlich, dass ein Text von 155 Seiten so viele
Anspielungen, Reflektionen und Tableaus anzubieten vermag. Dass man
unweigerlich an eine „Fallhöhe“ denkt und um den „Absturz“ des
Buches fürchtet, was keineswegs „Missraten“ meint; sind es doch große
Traditionen, die Marinic ein „Polaroid der Wirklichkeit“ verfassen
lassen. Dies vor der literaturhistorischen Folie des frühen 19. und
frühen 20. Jahrhunderts zu tun und dennnoch „nur“ von unserer
alltäglichen Gegenwart zu erzählen, ist eine der Leistungen dieses
Romans.“ Oliver Ruf, Der Tagesspiegel, 11.11.2007
„Bemerkenswert ist nun aber die Art und Weise, wie Jagoda Marinic diese
Geschichte erzählt, mit einer interessanten Erzählstruktur und einer
Poetik, deren wortreich beschworener Kern paradoxerweise das Schweigen
bildet.“ Andreas Wirthensohn, Aargauer Zeitung, 23.08.2007
„Schmerzpunktgenau trifft die Autorin den Ton zwischen Leid und
Selbstmitleid, zwischen Bitterkeit und Boshaftigkeit. Perspektivisch
präzis zeichnet sie die Verzerrungen, die so ein Zustand mit sich
bringt: Alles nervt. Und klingt doch, wenn Jagoda Marinic davon
schreibt, manchmal richtig schön, wie „Regentropfen auf meinem
Kaffeeporzellan“.“ Alexandra Kedves, Tages-Anzeiger, 01.10.2007
„Die Namenlose ist ein kleines, schönes Buch, das flüstern kann.“ Jan Drees, Westdeutscher Rundfunk 1LIVE, 16.10.2007
„Marinic ist eine blendende Sprachstilistin, ihr Roman folgt strengen
Strukturen ohne anstrengend zu wirken. Eine Entdeckung.“ Stefan Radlmaier, Nürnberger Zeitung, 18.12.2007
„Jagoda Marinic zeigt sich als unbestechliche Beobachterin der
Widrigkeiten unseres urbanen Alltags und vermag Zwischenmenschliches mit
Witz zu inszenieren.“
Franz Schneider, Rhein-Neckar-Zeitung, 23.08.2007
„Marinic beherrscht die Kunst, das Schwierige klar und leicht zu sagen,
sie wagt sich in psychologische (Un)tiefen vor, ohne dabei an
Bodenhaftung zu verlieren.“
Elke Seiler, Schwetzinger Zeitung, 15.09.2007
„Avantgarde? Nein, viel zu sentimental! Außenseiterprosa? Nein, viel zu
warmherzig! Ein psychologischer Roman? Zu bildreich, zu schnörkelig!
Deshalb: Lektüre auf eigene Gefahr! Marinic weckt auf jeder Seite
tausend Widerspruchsimpulse, schlafwandelt über abgegraste (Wort-)Felder
und fabuliert dabei ehrlich, krude, tief und grell und ganz anders als
alle anderen. Wer immer lamentiert, jungen Autoren fehle es an Eigenem,
sollte Marinics hochspannenden Roman unbedingt (zumindest an-)lesen!“
Stefan Mesch, www.literaturkritik.de, 06.09.2007
„Auch ohne große äußere Handlung ist Marinic eine sanfteErzählung über die Tristesse der Großstadt gelungen“ Stuttgarter Nachrichten, Oktober 2007
„Na gut, also kein Plot – lesen wir das Buch freier, ungezwungener, unbedachter. Dann aber passiert etwas sehr Überraschendes: Plötzlich löst sich das Dickicht der Selbst-Inspektion auf in eine funkelnde Sammlung kleiner Gedichte. Autonome Textkörper entstehen vor unserem Auge, kleine versähnliche Sequenzen von schwermütiger Schönheit, von dunkel-klarer Poesie. Und diese Szenen lassen Ahnen: Jagoda Marinic hat das Zeug zu einer großen Schriftstellerin.“ Osnabrücker Nachrichten 05. 02. 2007
„Ein Buch, für das man etwas Geduld braucht. Und den Mut, sich auf starke Sätze einzulassen. Ein Buch, das manchmal traurig macht und trotzdem wunderschön ist.“ Buchperlen, 14. August 2007
„Marinics sensibles Plädoyer gegen zeitgemäße Coolness und für die Liebe ist eine der seltsamsten literarischen Blüten der Zeit. Ein ganz eigener Reiz des Romans liegt im fließenden Wechsel des Tons feinfühliger Beseeltheit und existenzieller Ernsthaftigkeit mit dem schneidenden Spott, den die verletzliche Heldin im bösen Blick auf ihre Umgebung entwickelt – und der durch sie hindurch letztlich auf unsere Gegenwart mit all ihren Verdrehtheiten fällt.“ Mannheimer Morgen, 29. Januar. 2008
„Wer bereit ist, sich auf solche erzählerischen Experimente abseits des Mainstream einzulassen, der findet in dem schmalen Büchlein mehr Denkanstöße als in manch opulentem Roman. Eine an- und aufregende Lektüre.“ Peter Mohr, Esslinger Zeitung, 02.0Februar. 2008
“ Eine poetische Spritze voller Verzweiflung und Verweigerung, Wut und Witz!“ Karlsruhe News, 27. Februar. 2008
„Außergewöhnliche Begabung!“ 26. Februar. 2008, Mannheimer Morgen
„Jagoda Marinic’ mutiges Erzählunterfangen schlägt einen eigenen, hoch poetischen Ton an, der zu beeindrucken vermag!“ 29. Februar 2008, Wiener Zeitung
Hallo Jagoda
Dein Buch, das ich bei der Verlosung von lovelybooks (dort heisse ich Paradiesvogel)gewonnen habe, ist inzwischen bei mir eingetroffen, toll. Bald werde ich die Plastikverpackung entfernen, am Buch riechen, darin blättern, mich mit einem Kaffee auf das Sofa verziehen und in der Namenlosen versinken. Wenn ichs gelesen habe, freue ich mich, mich mit Dir darüber auszutauschen.
Herzliche Grüsse